Wie funktioniert eine Waschmaschine? © Photographee.eu - Fotolia.com

Eine Waschmaschine steht in fast jedem Haushalt. Sie wird von den Hausfrauen und -männern täglich intensiv genutzt, doch nur wenige von ihnen machden sich darüber Gedanken: „wie funktioniert eine Waschmaschine eigentlich?“
Die Antwort ist ziemlich simple: Genau genommen nicht viel anders als das Waschen mit der Hand: etwas warmes Wasser, Waschmittel und ein bisschen mechanischer Bearbeitung. Im nun folgenden Beitrag erfahren Sie, was in den einzelnen Etappen passiert, die die Waschmaschine durchläuft.

Die wichtigen Bestandteile einer Waschmaschine

Zunächst sollten Sie natürlich die Hauptbestandteile einer modernen Waschmaschine kennen. Diese besteht heutzutage meist aus den folgenden Bauteilen:

  • Waschtrommel – hier gehört die schmutzige Wäsche rein
  • Laugenbehälter – hierdrin befinden sich die Waschtrommel und das Waschwasser
  • Motor – damit sich die Waschtrommel dreht
  • Pumpe – zum Entleeren des Bottichs
  • Thermostat & Druckwächter – regulieren Wassertemperatur und Wasserstand
  • Waschmittelfach – Waschmittel und eventuell Weichspüler werden hier eingefüllt
  • Bedienblende – Bedienung und Kontrolle der Waschmaschine

Damit eine Waschmaschine auch wäscht, benötigt sie neben den oben genannten Bestandteilen natürlich auch einen Wasseranschluss. Vom Wasserhahn führt ein Schlauch mit einem magnetischen Ventil am oberen Ende in die Maschine. Dieser Schlauch hat eine weitere Ummantelung, in der auch das Elektrokabel für die Ventilsteuerung verläuft.

Schritt-für-Schritt

Schritt #1: Die Waschmaschine richtig befüllen

Zu Beginn muss die Maschine natürlich mit der schmutzigen Wäsche befüllt werden. Wenn Sie diese in das Gerät einfüllen, liegt sie in einem Behälter mit lauter kleinen Löchern, der Waschtrommel aus Edelstahl. Die wiederum hängt mit einer flexiblen Befestigung im Laugenbehälter oder Bottich, also dem Gefäß, in dem Waschmittel und Wasser zur Waschlauge vermischt werden. Nach dem Einfüllen sollten Sie natürlich nicht vergessen, die Tür richtig zu verriegeln. Ohne ordentliche Verriegelung wird das Waschprogramm nicht starten.

Jetzt werden Waschmittel und Weichspüler in die entsprechenden Fächer der Waschmittelschublade gefüllt.

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Schritt #2: Start des Waschprogramms

Sie wählen das passende Waschprogramm, und los geht’s:

Der Programmschalter löst das Magnetventil aus, das die Wasserzufuhr regelt. Es lässt so lange kaltes Wasser in den Laugenbehälter einfließen, bis der Wasserstandsregler feststellt, dass die Menge für das gewünschte Programm ausreicht. Einen Teil des zulaufenden Wassers wird durch die Waschmittelschublade geleitet, denn sonst kann ja keine Lauge entstehen.

Ein Heizelement im unteren Teil des Laugenbehälters bringt die Lauge auf die gewählte Temperatur. Diesen Vorgang steuert ein Thermostat. Durch die Löcher fließt die Lauge unten in die Trommel.

Schritt #3: Der moderne Waschvorgang

Ein Elektromotor setzt die Waschtrommel in Bewegung, damit die Wäsche gleichmäßig von der Lauge durchdrungen wird.

Die Mitnehmerrippen im Innern der Waschtrommel sorgen dafür, dass die Wäsche bei der Drehung bis oben „mitfährt“ und von dort in die Lauge plumpst. Bei dieser Bewegung wird auch Wasser mit nach oben gespült, das dann durch die Löcher in den Mitnehmern wieder nach unten regnet. Dadurch dass sich die Trommel mal rechts und mal links rum und in verschiedenen Geschwindigkeiten dreht, wird die Wäsche immer wieder aufgelockert. Außerdem wird sie auf dieser Weise schonend mechanisch bearbeitet.

Zwischendurch wird mehrmals verschmutztes Wasser abgepumpt und frisches zugelassen. Wie oft sich das wiederholt, hängt vom Programm ab. Zum Abschluss wird die Wäsche mehrfach in klarem Wasser gespült, und schließlich pumpt die Laugenpumpe das ganze Wasser durch den Ablaufschlauch ins Abwassersystem.

Im Prinzip ist das so, als ob Sie die Wäsche auswringen.

Schritt #4. Der abschließende Schleudervorgang

Damit die Wäsche nach dem Waschen schneller trocknet, wird sie am Schluss des Waschprogramms geschleudert. Dafür wird die Trommel in schnelle Umdrehungen versetzt. Im Prinzip ist das so, als ob Sie die Wäsche auswringen. Dass dafür mehrmals Anlauf genommen wird, also die Maschine erst nur kurz schleudert und auch immer wieder die Drehrichtung wechselt, hat den gleichen Grund wie beim Waschen: Die Kleidungsstücke werden aufgelockert und gleichmäßig in der Trommel verteilt. Sonst entstehen Unwuchten, und die Waschmaschine fängt an zu „wandern“. Das kann allerdings auch passieren, wenn die Maschine zum Beispiel nicht ganz gerade steht.

Am Ende fehlt nur noch: Tür öffnen und die Wäsche zum Trocknen aufhängen!

So funktioniert eine Waschmaschine!

Das Prinzip ist also gar nicht so kompliziert und man kann sich viel von der Handwäsche ableiten. Wer jedoch nicht manuell wäscht, wird immer mal wieder mit Waschmaschinen Problemen konfrontiert. Wer selbst auf Fehlersuche gehen möchte, sollte diesen Beitrag lesen.

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