Wäsche waschen mit Essig Wäsche waschen mit Essig oder anderen Hausmitteln gilt als effizient und umweltschonend

Pulver, Tabs, Flüssigwaschmittel oder Waschkugeln – heute gibt es eine Vielfalt von Möglichkeiten, mit denen Sie Ihre Wäsche waschen können. Dabei hat jedes Produkt seine Vor- und Nachteile, und jeder schwört auf eine andere Methode, um bestmöglich zu waschen. Ein weiteres, einfaches Mittel zum Wäsche waschen soll zudem Essig sein. Doch kann man damit wirklich Schmutz und Flecken richtig entfernen? Wir geben Auskunft zum Waschen mit Essig.

Wäsche mit Essig waschen – geht das überhaupt?

Essig kennen die meisten Menschen nur aus der Küche als Würz- oder Konservierungsmittel. In Haushaltsangelegenheiten ist er manchem vielleicht noch als Fensterputzmittel oder zum Entkalken der Kaffeemaschine bekannt. Vor allem wegen seines starken Geruchs ziehen die meisten Menschen wohl aber chemische Fensterputz- oder Entkalkungsmittel dem Essig vor. Kann man also wirklich mit Essig die Wäsche waschen?

 Die Antwort auf die Frage ist einfach: ja  – die Wäsche mit Essig waschen funktioniert und hat im Vergleich zu anderen Waschmitteln sogar Vorteile, die wir Ihnen unten noch näher erläutern wollen.

Was bewirkt Essig in der Waschmaschine?

Um die Wäsche mit Essig zu waschen, kann man herkömmliche Waschmittel und Weichspüler einfach mit Essig ersetzen – die Zugabe chemischer Reinigungsmittel ist nicht erforderlich. Essig wirkt beim Waschgang bei leichten und mittleren Verschmutzungen genauso gut wie Waschmittel aus Pulver oder Gel.

Zusätzlich hat Essig aufgrund seiner entkalkenden Wirkung einen positiven Effekt auf die Waschmaschine. So hilft Essig als Säure, Waschmittelrückstände und insbesondere Kalk aus der Waschmaschine zu entfernen, welcher häufig dazu führt, dass einzelne Maschinenteile schneller defekt sind und sich Bakterien leichter ansiedeln können. Essig macht also nicht nur die Wäsche weicher, sondern verlängert auch das Leben der Waschmaschine.

Wie sollte das Waschen mit Essig erfolgen?

Wer seine Wäsche mit Essig waschen will, muss keine besonderen Vorkehrungen treffen. Man verwendet ihn genauso, wie andere Waschprodukte, und muss keine weiteren chemischen Mittel zugeben. Auch eine Vorbehandlung der Wäsche ist beim Waschen mit Essig nicht notwendig.

Außerdem kann man auch lediglich Weichspüler mit Essig ersetzen. Damit wird die Wäsche ebenso weich, und man spart etwas chemische Zusätze, die die Haut reizen können, ein. Der Essig sollte dann jedoch erst beim letzten Spülgang zugesetzt werden.

Welchen Essig und was ist mit Essigessenz?

Wer seine Wäsche mit Essig waschen will, benötigt lediglich den herkömmlichen Essig, der vielleicht sogar noch in der Küche steht.

Außerdem kann man auch mit Essigessenz waschen. Da diese jedoch sehr viel konzentrierter als Essig ist, muss man sie vor dem Waschgang mit Wasser verdünnen. Als Verdünnungsverhältnis gilt dabei 1: 4 – also ein Teil Essig und vier Teile Wasser.

Wieviel Essig in die Waschmaschine und wo einfüllen?

Als Faustregel gilt, dass man etwa einen Becher (100 ml), beziehungsweise eine halbe Tasse Essig, zum Wäsche waschen verwenden sollte. Der Essig wird wie normales Waschmittel in die Hauptkammer der Waschmaschine gegeben. Bei Decken, Handtüchern oder sonstigen größeren Wäschemengen sind zwei Becher Essig angebracht.

Bei der Verwendung von Essigessenz sollten Sie diese – wie bereits beschrieben – mit Wasser verdünnen und dann die selbe Menge an Flüssigkeit verwenden.

Was gilt es zu beachten?

Bei der Verwendung von Essig als Waschmittel sollten Sie stets auf die richtige Dosierung und Konzentration achten. Zu viel Essig und zu häufiges Anwenden kann der Waschmaschine schaden. Außerdem gilt 5%-iger Essig als optimaler Waschmittelersatz – eine stärkere Konzentration sollte, ähnlich wie Essigessenz, verdünnt werden.

Darüber hinaus sollten Sie Essig nie zusammen mit Bleiche verwenden, da hierbei ein gefährliches Gas entstehen kann. Ebenso sollte kein Fruchtessig wie Apfelessig verwendet werden, da dieser die Wäsche verfärben kann.

Was sagen Experten?

Unter Experten gibt es geteilte Meinung zum Ersatz von Waschmittel durch Essig. So gilt Essig im Vergleich zu chemischen Waschmitteln als umweltfreundlicher. Gleichzeitig wird jedoch auch davor gewarnt, dass Essig bestimmte Fasern sowie Teile der Waschmaschine angreifen kann. Experten geben zudem zu bedenken, dass die meisten Waschmittelprodukte bereits einen Entkalker beinhalten – das Verwenden von Essig aus Pflegeaspekten für die Maschine sei daher regelmäßig nicht notwendig.

Welche Vor- und Nachteile hat das Waschen mit Essig?

Das Waschen mit Essig hat vor allem Vorteile. So enthärtet er das Waschwasser und macht die Wäsche weicher, entfernt Verfärbungen sowie Grauschleier auf weißer Kleidung und frischt bunte Farben auf. Mit Essig kann man zudem sehr gut Deodorantränder entfernen und lästigem Schweißgeruch beikommen. Essig hilft außerdem, Seifen- und Waschmittelreste von der Kleidung zu entfernen, Tierhaare zu lösen und die Waschmaschine zu pflegen. Der strenge Geruch von Essig verfliegt meist spätestens nach dem Trocknen der Wäsche.

Ein Nachteil des Wäschewaschens mit Essig ist jedoch darin zu sehen, dass er manche Wäschefasern angreifen kann. Dazu gehören vor allem synthetische Stoffe. Ebenso könnte es bei zu häufiger Anwendung von Essig passieren, dass bestimmte Teile der Waschmaschine wie Gummidichtungen angegriffen werden.

Vorteile

  • Wasserenthärtend
  • Wäsche wird weicher
  • Entfernt Verfärbungen und Grauschleier
  • Bunte Farben werden aufgefrischt
  • Entkalkt die Waschmaschine

Nachteile

  • Strenger Geruch
  • Greift einige Wäschefasern an
  • Gummidichtungen können schneller porös werden


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