Waschmittel dosieren Die richtige Dosierung des Waschmittels kann entscheidend sein (Bild: © bluedesign / Fotolia.com)

Beim Wäsche waschen neigen viele zu einer Überdosierung des Waschmittels oder tun sich schwer die richtige Dosierung zu finden. Welche Faktoren hier eine wichtige Rolle spielen, wie man die optimale Dosierung findet und worauf es in diesem Bereich noch ankommt, erklärt der folgende Ratgeber zum Thema „Waschmittel dosieren“.

Welche Faktoren haben Einfluss auf die benötigte Waschmittelmenge?

Wie hoch die tatsächlich benötigte Waschmittelmenge sein soll, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählt die Wäschemenge und Trommelgröße, der Härtegrad des Wassers und der Verschmutzungsgrad der Wäsche.

  • Trommelgröße / Wäschemenge: Bei gängigen Waschmaschinen beläuft sich die Trommelgröße auf ca. 7 Kilogramm. Je größer die Trommel, desto größer ist natürlich auch die Waschladung und das bedeutet auch mehr Waschmittel dosieren.
  • Verschmutzungsgrad der Wäsche: Je stärker die Wäsche verschmutzt ist, desto mehr Waschmittel wird benötigt.
  • Wasserhärte: Diese kann je nach Region stark variieren. Lebt man in einer Region mit hartem Wasser wird mehr Waschmittel benötigt, als in Regionen mit weichem Wasser. Herausfinden kann man den jeweiligen Härtegrad in der Region entweder durch eine Internetrecherche, da dort Deutschlandkarten zu finden sind, die den Härtegrad in den jeweiligen Regionen angeben oder durch einen Anruf beim zuständigen Wasserversorger.
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Was passiert, wenn zu wenig Waschmittel genutzt wird?

Wird die Wäsche regelmäßig mit zu wenig Waschmittel gewaschen, führt dies nicht zu einem guten Waschergebnis. Das kann auf Dauer dazu führen, dass die Kleidung aber auch Bettlacken und Handtücher vergrauen, da sich Kalkreste in den Fasern ansammeln. Hinzu kommt, dass die Wäsche dadurch schwer, kratzig und hart wird. Grundsätzlich sollte man beim Waschmittel dosieren also nicht zu sehr sparen.

Was passiert, wenn zu viel Waschmittel genutzt wird?

Viele sind der Meinung, dass möglichst viel Waschmittel auch gleichzeitig zu sauberer Wäsche führt. Dies kann aber den gegenteiligen Effekt haben. Bei einer Waschmittelüberdosierung, entsteht beim Waschvorgang viel Schaum. Dadurch schwebt die Wäsche quasi hin und her und die Kraft für das Stauchen und Strecken der Wäsche wird vermindert. Das hat wiederum zur Folge, dass die Wäsche nicht richtig sauber werden kann und sich in den Fasern Laugenreste und Rückstände vom Waschmittel ansammeln, was wiederum Hautreizungen begünstigt. Ein No-Go für Allergiker und Neurodermitiker, so das ein zusätzliches Spülen mit klarem Wasser notwendig wird.

Wie viel Waschpulver benötigt man pro Waschgang und wie berechnet man die richtige Waschmittel Dosierung?

All die vorangegangen Erläuterungen machen deutlich wie wichtig das Waschmittel dosieren ist. Zum Glück gibt es in diesem Bereich verschiedene Methoden, die richtige Menge herauszufinden. Die einfachste Methode besteht darin einen Blick auf die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Waschmittels zu werfen. Hier steht welche Waschmittelmenge bei welchem Verschmutzungsgrad benötigt wird.

Fausregel für das Waschmittel dosieren: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Wer die Waschmittelmenge und den Verschmutzungsgrad nicht richtig einschätzen kann, sollte zunächst bei der Dosierung etwas variieren, bis sich das beste Waschergebnis eingestellt hat. Wenn man trotzdem noch Probleme hat die richtige Dosierung zu finden, kann man auch die Internetseite des Waschmittelherstellers aufrufen und den dort in der Regel befindlichen Dosierrechner nutzen. Dieser erläutert ausführlich wie hoch die Waschmittelmenge sein sollte.

Inzwischen gibt es auch Waschmaschinen, die mit einer automatischen Dosierhilfe ausgestattet sind. Diese Geräte verfügen über Sensoren, die die Beladung messen und so mal mehr und mal weniger Waschmittel aus dem Behälter ziehen.

Wie können Dosierhilfen helfen?

Für die präzise Einteilung der Waschmittelmenge, sind Dosierhilfen zu empfehlen. Dabei handelt es sich um eine Art Messbecher mit dem sich sowohl flüssiges als auch festes Waschmittel genau dosieren lässt. Sie sind manchmal sogar beim Waschmittel beigelegt, werden aber auch kostenlos von einzelnen Herstellern angeboten oder können kostenlos über das Internet/Hotline eines Waschmittelherstellers bestellt werden.

Was sind die Vor- und Nachteile einer automatischen Waschmittel Dosierung bei Waschmaschinen?

Eine fest integrierte automatische Dosierhilfe bringt viele Vorteile aber auch Nachteile mit sich. Der größte Vorteil besteht darin, dass das Waschmittel nicht bei jedem Waschgang neu eingefüllt werden muss und dass nicht jedes Mal genau geschaut werden muss, welche Dosierung benötigt wird. Man kann einfach eine große Menge an Waschmittel einfüllen und die Maschine bedient sich je nach Beladung mal mehr und mal weniger an dem Waschmittel. Hinzu kommt, dass meist viel weniger an Waschmittel zum Einsatz kommt, als man selbst gewählt hätte, da viele zu einer Waschmittelüberdosierung neigen. Der Wasser- und Stromverbrauch wird auch gleichzeitig von der Maschine angepasst, so dass hier weiteres Einsparpotenzial vorhanden ist. Umweltschonend ist die automatische Dosierung, da durch weniger Waschmittel auch weniger Waschmittelreste ins Abwasser gelangen können.

  • Waschmittel dosieren ohne Nachzudenken
  • Optimale Waschmittelmenge und damit Ersparnis
  • Energiesparend
  • Umweltschonend
  • Hersteller versuchen Abhängigkeit herzustellen

Ein Nachteil besteht bei der automatischen Dosierung darin, dass viele Hersteller, die Waschmaschinen mit dieser Funktion anbieten auch gleichzeitig spezielle Waschmittel für beste Ergebnisse empfehlen, die aber deutlich teurer sind als herkömmliche Waschmittel. Vergleichen ist also angebracht.

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