Waschmittelallergie Anzeichen einer Waschmittelallergie? (Bild: © Jürgen Fälchle – Fotolia.com)

Immer mehr Menschen reagieren auf Inhaltsstoffe von Waschmitteln allergisch. Je mehr Allergene darin enthalten sind, um so größer ist die Gefahr, eine Unverträglichkeit auszulösen. Mittlerweile hat die Industrie das Problem erkannt. Neben Qualitätssiegeln zum Verbraucherschutz und Auflistungen von Inhaltsstoffen gibt es inzwischen auch allergikergeeignete Waschmittel. Wir möchten für Sie die Thematik Waschmittelallergie nun ausführlicher erläutern und auf einzelne Fragen genauer eingehen.

Welche Inhaltsstoffe sind in Waschmitteln enthalten und können eine Allergie auslösen?

Fast jedes Waschmittel beinhaltet waschaktive Tenside zur Lösung von fetthaltigem Schmutz. Hinzu kommen Parfümöle und Alkohol. Einigen Waschmitteln sind Enzyme beigesetzt, die eiweißhaltige Flecken (Lebensmittel, Blut) leichter entfernen sollen. Diese Inhaltsstoffe können eine Unverträglichkeit gegenüber dem Waschmittel auslösen.

Auch Bleichmittel und Aufheller sind als Allergene bekannt. Für Hautreaktionen können Beimengungen von Desinfektionsmitteln verantwortlich sein. Sie sind in einigen Produkten enthalten, um eine Ausbreitung von Pilzen und Bakterien in der Wäsche zu verhindern.

Welche Symptome hat eine Waschmittelallergie?

Nach dem Waschen können Bestandteile des Waschmittels im Kleidungsstück haften bleiben. Beim Tragen kommen die Substanzen mit der Haut in Berührung, können Rötungen und Juckreiz auslösen. In diesen Fällen spricht der Hautarzt von einer Unverträglichkeitsreaktion auf ein Waschmittel, einem allergisch bedingten Kontaktekzem, einer Kontaktallergie oder Kontaktdermatitis. Die Haut zeigt sich trocken oder nässend, grob oder verhornt. Mitunter bilden sich Bläschen. Es kann eine Krusten-, Rillen- oder Schuppenbildung auftreten. Hinzu kommen Kratzen im Hals, Schnupfen, Husten, Übelkeit oder Kopfschmerzen, die oft auf beinhaltende Duftstoffe zurückzuführen sind.

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Viele der beschriebenen Symptome ähneln allerdings auch anderen allergenen Ursachen, die besonderer Behandlung benötigen. Besteht jedoch ein begründeter Verdacht auf eine Waschmittelallergie, sollten Sie unbedingt Ihren Hautarzt darauf hinweisen. Welche Inhaltsstoffe letztlich für eine Überempfindlichkeitsreaktion in Frage kommen, kann nur ein Allergietest klären. Bei einem sogenannten Epikutantest (Patch-Test) werden die verdächtigen Substanzen auf den Rücken der Betroffenen aufgebracht. Diese Proben bleiben für zwei bis drei Tage mit einem Pflaster abgedeckt. Im Anschluss beurteilt der Arzt die vorliegenden Hautreaktionen. Sind örtlich Hautrötungen und Quaddelbildungen entstanden, muss von einer allergischen Reaktion gegen die getestete Substanz ausgegangen werden.

Typische Symptome einer Waschmittelallergie:

  • Rötungen und Juckreiz
  • Bläschenbildung
  • Kratzen im Hals
  • Schnupfen und Husten
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen

Was hilft gegen eine Waschmittelallergie?

Bei einer Kontaktallergie durch Waschmittel gibt es keine Prophylaxe. Sie besteht oft ein Leben lang und kann spontan auftreten. Die Beschwerden können mal heftiger, mal milder ausfallen. Die Betroffenen haben nur die Möglichkeit, die entsprechenden Allergene strikt zu meiden. Im Fall einer allergischen Reaktion klingt diese nach zwei bis vier Wochen von selbst ab, sobald die schädigenden Substanzen nicht mehr mit der Haut in Berührung kommen.

Gibt es alternative Waschmittel?

Die aus Indien und Pakistan kommende Waschnuss ist frei von Zusätzen und daher besonders gut für Allergiker geeignet. Die Schale der Soapnut produziert hochwirksame Inhaltsstoffe, die sogar Bakterien und Pilze abwehren. Der natürliche Wirkstoff Saponin besitzt bei allen Waschtemperaturen eine hohe Reinigungskraft. Die Waschnuss ersetzt sogar herkömmliche Weichspüler. Sie ist zu 100 Prozent ökologisch und kompostierbar, hautfreundlich und gewebeschonend.

Bio-zertifizierte Waschnüsse (Sapindus Mukorossi) 1000g mit zwei Dosierbeuteln

Das Flüssigwaschmittel Alvito eignet sich für Allergiker. Es hinterlässt kaum Rückstände und ist zu 100 Prozent biologisch abbaubar. Das Produkt kann bei allen Temperaturen und Geweben verwendet werden. Die Mineralien im Inneren der Waschkugel geben im Kontakt mit Wasser negativ geladene Ionen ab, die bei leicht verschmutzter Wäsche antibakteriell und phosphatfrei wirksam sind. Leider kommt dieses Produkt nicht ohne zusätzliche Verwendung von Waschmittel aus.

Alvito Öko Waschlösung 1,0 l mit Orangenduft - 100 Waschladungen, extrem hautverträglich und sparsam

  • Sehr hautverträglich
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  • Color- und Feinwaschmittel
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  • Mit natürlichem Orangenduft
  • Reicht für bis zu 100 Waschladungen

Persil bietet die Megaperls Sensitive an, verzichtet dabei auf Duftstoffe bei bester Reinheit.

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Die Hersteller AEG und Bosch haben eine Waschmaschine mit Anti-Allergie-Waschgang entwickelt, die über einen zusätzlichen Spülgang verfügen. Reine Naturwaschmittel können aus Rosskastanien, Birken- oder Efeublätter selbst hergestellt werden.

Besteht Allergiegefahr bei Weichspülern?

Allergiker sollten Weichspüler bestenfalls meiden. In diesen Produkten sind oft Tenside und Duftstoffe enthalten, die eine Allergie auf Weichspüler auslösen können.

Wie kann eine Waschmittelallergie behandelt werden?

Die Symptome können nicht geheilt, jedoch gelindert werden. Wichtig ist eine Vermeidung der schädigenden Substanzen. Die entzündeten Hautstellen sollten gut gereinigt werden, um Infektionen mit Bakterien und Pilzen zu verhindern. Unterstützend wirken rückfettende Bäder, Salben und Öle.

Kortisonhaltige Salben dürfen nur kurzzeitig angewendet werden. Möglich ist eine Verabreichung von Tabletten mit den Wirkstoffen Kortison und Alitretinoin. Eine Behandlung mit UV-Licht ist bei chronischen Ekzemen möglich. Sprechen Sie aber unbedingt vorher mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Worauf sollten Waschmittelallergiker achten?

ECARF Siegel
Allergikerfreundlich geprüft – ECARF Siegel
Produkte mit den Siegeln ECARF, Naturtextil und GOTS sind frei von Allergenen. Achten Sie beim Kauf von Waschmitteln auf diese Siegel. Die Anforderungen an die Zertifizierung sind unterschiedlich, weshalb Sie sich unter Umständen im Internet zum Prüfungsverfahren noch genauer informieren sollten.

Neue Kleidung sollte vor dem Tragen mehrmals gewaschen und die Wäsche im Trockner getrocknet werden. Am besten nur wenig Waschmittel verwenden. Um Rückstände zu vermeiden, ist ein zusätzlicher Spülgang der Textilien empfehlenswert.

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