Jeans waschen Die Jeans richtig waschen (Foto: wachiwit - Fotolia.com)

Ob klassische Blue Jeans, verschiedenste Waschungen und Farben, Skinny, Boyfriend, Mum oder Bootcut – mindestens eine gute Jeans darf in keinem Kleiderschrank fehlen! Anders als bei manch anderen Kleidungsstücken gilt hier: Je öfter sie getragen wurde, umso bequemer wird sie. Aber irgendwann ist auch einmal eine Wäsche nötig. Worauf Sie achten sollten, wenn Sie Ihre Jeans waschen, das erfahren Sie hier!

Muss man neue Jeans vor dem ersten Tragen waschen?

Wenn Sie eine neue Jeanshose oder Jeansjacke Ihr Eigen nennen können, sollten Sie diese vor dem ersten Tragen unbedingt waschen. Das gilt im Übrigen auch für alle anderen Kleidungsstücke. Die Gründe sind recht einfach: Sie wissen nicht, wer die Kleidungsstücke vor Ihnen im Laden anprobiert hat. Außerdem kann sich an der Jeans Schmutz beim Verpacken und Transportieren abgelagert haben. Zwar sind alle Jeans schon im Rahmen der Produktion gewaschen worden, es ist jedoch immer hygienischer, wenn Sie sie noch einmal selbst vor dem ersten Tragen waschen.

Beachten Sie unbedingt, dass neue Jeans gerne „ausbluten“, also bei ihrer ersten Wäsche an Farbe verlieren. Geben Sie daher nur ähnlich farbige Wäsche oder andere, ähnliche Jeans zusammen mit in die Waschmaschine, um ein sichtbares Abfärben zu verhindern. Haben Sie gerade keine anderen schmutzigen Jeans, können Sie auch ähnlich farbige Buntwäsche hinzufügen.

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 Jeans laufen übrigens nach dem ersten Waschen kaum oder gar nicht ein.  Sie können die Hose also in der passenden Größe kaufen und müssen keine Befürchtung haben, dass sie nach dem Waschen zu klein oder zu kurz ist. [/su_spoiler]

Wie wird eine Jeans richtig gewaschen?

1. Schritt: Ein Blick aufs Waschetikett

Der erste Blick sollte auf das Waschetikett wandern, denn dort sind alle wichtigen Pflegehinweise vom Hersteller vorgegeben. In der Regel sind Denim Jeans zwischen 30 bis 40 Grad Celsius waschbar. Je höher die Temperaturen, umso mehr werden die Fasern strapaziert. Stretch-Jeans mit Elasthan-Anteil sollten generell nicht höher als mit einer 30 Grad Wäsche gewaschen werden. Jeans aus reiner Baumwolle ohne Stretch können hingegen bei starker Verschmutzung ab und zu auch bei 60 Grad Celsius gewaschen werden.

2. Schritt: Jeans auf links drehen

Bevor Sie die Jeans in die Waschmaschine geben, entleeren Sie alle Taschen, schließen Sie Knöpfe und Reißverschluss und drehen Sie die Hose, das Kleid oder die Jacke auf links. So wird die Waschung geschont und bleibt länger erhalten. Weist die Jeans Verzierungen wie Stickereien, Ziersteine oder Löcher auf, ist ein Wäschebeutel empfehlenswert. Diese sind in Drogerien erhältlich und sorgen dafür, dass keine anderen Kleidungsstücke an den Verzierungen hängen bleiben und diese beschädigen.

3. Schritt: Das richtige Programm wählen

Viele moderne Waschmaschinen besitzen ein spezielles Jeans-Waschprogramm, welches genau auf die Bedürfnisse von Denim angepasst ist. Neben der Temperatur ist nämlich auch die Schleuderzahl wichtig: 700 bis 1000 Umdrehungen, mehr sollten es nicht sein, um die Fasern nicht zu sehr zu strapazieren. Ansonsten gerät die Jeans schnell aus der Form oder sie bildet unschöne Falten.

4. Schritt: Welches Waschmittel für Jeans verwenden?

Am besten ist Fein- oder Color-Waschmittel, um die Farben und Fasern zu schonen. Vollwaschmittel enthält Bleichmittel, welche die Farben schnell auswaschen. Schwarze Jeans waschen Sie idealerweise mit Schwarz-Waschmittel. So können Sie sich auch nach mehreren Waschgängen noch immer an einer tollen, schwarzen Jeans erfreuen. Ist die Farbe doch nach einiger Zeit ausgeblichen, gibt es die Möglichkeit, diese mit speziellen Färbemitteln wieder aufzufrischen. Dann sehen die Jeans wieder aus wie neu.

5. Schritt: Weichspüler – ja oder nein?

Weichspüler sollten Sie grundsätzlich nicht bei Denim Jeans verwenden, denn dieser ist vor allem für die Stretchfasern nicht sehr vorteilhaft. Werden Jeans zu oft mit Weichspüler gewaschen, verbleicht die Farbe schneller und das Elasthan wird porös. Auch Pulver-Waschmittel ist für Jeans, insbesondere für die dunkleren Farben, eher nicht empfehlenswert. In den Falten des Stoffes legen sich beim Waschen Pulverreste ab, die nach der Wäsche für unschöne weiße Verfärbungen sorgen können.

Spezielle Jeans – Waschen oder besser nicht?

Obwohl die Faustregel sagt, dass alle Jeans bei 30 Grad in der Maschine waschbar sind, gibt es dennoch wenige Ausnahmen. Designer-Jeans mit spezieller Beschichtung, besonders edler Stickerei oder anderen, empfindlichen Verzierungen sollten Sie nicht in die Waschmaschine stecken. Auch auf dem Etikett befindet sich dann ein entsprechender Hinweis, dass hier, wenn überhaupt, nur eine sehr schonende Handwäsche in Frage kommt.

Wie oft sollte man eine Jeans waschen?

Obwohl Denim als sehr robust und langlebig gilt, setzt dem Stoff jede Maschinenwäsche zu. Ein Bisschen Farbe, Form und Stretch geht immer irgendwie verloren. Daher ist es ratsam, die Jeans nicht zu oft zu waschen. Nach jedem Tragen ist beispielsweise völlig unnötig. Ist die Jeans nicht verschmutzt, kann sie einfach über Nacht auslüften und dann erneut getragen werden. Hängen Sie die Jeans hierzu beispielsweise über einen Stuhl oder legen Sie sie flach auf einen Kleiderständer. Unangenehme Gerüche verfliegen so schnell und die Hose, die Jacke oder das Kleid können in die nächste Runde starten.

Leichte Verschmutzungen machen noch keine Wäsche nötig. Mit einem feuchten Tuch oder einer weichen Bürste können Sie kleinere Flecken problemlos entfernen.

Die meisten Hersteller empfehlen, die Jeans nach sechs bis sieben Mal Tragen in der Maschine zu waschen.

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Wie bitte: statt waschen die Jeans einfrieren?

Die wahren Verfechter der Jeanshose, wie etwa der CEO von Levi Strauss GmbH & Co., Chip Bergh, waschen ihre Jeans laut eigener Aussage überhaupt nicht. Zugegeben wird das wohl kaum jemand zu Hause genauso halten. Dennoch hat Bergh nicht ganz unrecht, wenn er behauptet, die Jeans würde auch durch Einfrieren wieder frisch werden. Für die unangenehmen Gerüche getragener Wäsche sind nämlich hauptsächlich Bakterien verantwortlich. Wird die Jeans einfach für 24 bis 48 Stunden ins Gefrierfach gelegt, werden die Bakterien abgetötet. Danach ist die Jeans wieder aufgefrischt und weiter tragbar.

Darf man Jeans bügeln?

Ja, aufgrund des hohen Baumwollanteils kann man Jeans problemlos bügeln. Enthält die Hose viel Stretch, sollten Sie nur Stufe 2 beim Bügeleisen wählen. Bei reiner Baumwolle ist auch Stufe 3 möglich. Drehen Sie die Jeans zum Bügeln auf links. Achten Sie auf spezielle Verzierungen und die Angaben im Etikett.

Grundsätzlich ist es aber möglich, bei Jeans komplett auf das Bügeln zu verzichten. Nehmen Sie die Jeans einfach direkt nach Ende des Waschgangs aus der Maschine und ziehen Sie sie im Liegen in Form. Falten ziehen Sie auseinander und streichen sie mit der Hand glatt. So schonen Sie den Stoff und belasten ihn nicht durch zusätzliche Hitzezufuhr.

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