Wie sieht die Zukunft der Waschmaschine aus? © itestro - Fotolia.com

Waschmaschinen gibt es bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Seitdem haben sie sich von der einfachen Trommelwaschmaschine bis hin zur hoch modernen Smart Waschmaschine entwickelt, die per App gesteuert werden kann. Doch wie sieht die Zukunft der Waschmaschine aus? Wir wagen einen Ausblick.

Noch vor 50 Jahren ging es darum, dass die Waschmaschine möglichst viel Wäsche in kürzester Zeit hygienisch rein wäscht.

Effizienz ist eine Frage der Definition

Sie müssen immer effizienter werden – die neuen Waschmaschinen.

Aber was Effizienz genau bedeutet, das hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Noch vor 50 Jahren ging es darum, dass die Waschmaschine möglichst viel Wäsche in kürzester Zeit hygienisch rein wäscht. Effizient war, was schnell und gründlich vonstatten ging.

Das ist heute anders, eine effiziente Waschmaschine ist im Fassungsvermögen auf den Bedarf ausgelegt (es gibt Maschinen für Großfamilien und solche für Singles) und braucht unter Umständen sehr lang für einen Waschgang, der dafür aber nur noch ein Minimum an Strom und Wasser verbraucht. Die Entwicklung, die sich in den letzten Jahren abgezeichnet hat, wird so weiter gehen.

Heutiger Fokus liegt auf Energieeffizienz

Noch recht neu sind Waschmaschinen, die das Einstellen der zu verwendenden Wassermenge abhängig von der Füllmenge der Maschine erlauben. Damit ist sparsames Waschen auch bei einer großen Maschine in einem Haushalt mit mehreren Personen möglich. In diese Richtung geht auch eine Senkung des Verbrauchs im Standy-Betrieb sowie die Weiterentwicklung der Trommelbewegung, so dass das einmal zugeführte Wasser sich bestmöglich verteilt.

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Einsatz von verschiedenen Sensoren

Waschmaschinen sind heutzutage mittels Mengenautomatik schon häufig intelligent, reagieren also ganz spezifisch auf verschiedene Gegebenheiten in der Trommel. Sensoren werden eingesetzt, um die Beladungsmenge zu bestimmen und Empfehlungen hinsichtlich Temperatur, Wassermenge, Waschmittelmenge und dem Zuschalten von Wasch- und Spülgängen an den Benutzer/die Benutzerin zu geben. Davon verspricht man sich eine weitere Optimierung des Wasser- und Stromverbrauchs, Schonung der Textilien und vor allem eine Reduktion der verwendeten Waschmittel. Denn die belasten letzten Endes nicht nur das Portemonnaie, sondern eben auch die Umwelt. Waschmittel sind nicht immer biologisch abbaubar und müssen in den Kläranlagen aus dem Abwasser gefiltert werden.

Zukunft der Waschmaschine: intelligente individuelle Waschfahrpläne

Das alles gibt es schon, wenn auch nicht in jeder neuen Waschmaschine, sondern nur in einigen Modellen. Ausbaufähig ist die Sensorik der Waschmaschine dahingehend, als dass künftig jede Maschine über Sensoren, die Trübung und Partikelgehalt des Wassers in der Trommel feststellt und die nötigen Wasch- und Spülvorgänge selbständig bestimmt und einleitet, verfügen soll. Ziel ist, dass jede Maschinenfüllung nach einem ganz individuellen „Fahrplan“ gewaschen wird – nicht solange, bis der eingestellte Waschgang abgelaufen ist, sondern in dem Rhythmus und der Länge, dass die enthaltene Wäsche tatsächlich sauber ist.

Zukunft der Waschmaschine: Leichte Bedienbarkeit und erhöhte Sicherheit als langfristige Ziele

Waschmaschinen sind heute schon recht leicht zu bedienen, die meisten verfügen über ein Display, dass sich sehr einfach ablesen lässt und nur sehr wenige Knöpfe zum Drücken. Allerdings wird ein Ausbau der in den Maschinen enthaltenen Sensorik die Bedienung noch einfacher machen. Denn was die Maschine selbständig erkennt und einleitet, muss vom Benutzer / von der Benutzerin nicht eingestellt werden. Die Steuerung der Maschine über Tablet und Smartphone wird ebenfalls möglich sein bzw. ist es bereits.

Sicher vor Wasserschäden

Waschmaschinen verlieren manchmal Wasser. Dichtungen, doppelte Hüllen um Schläuche und dergleichen sollen dem vorbeugen. Neuere Entwicklungen umfassen Sensoren, die bei einem Wasserleck sofort die Wasserzufuhr stoppen. Derweil forschen Fraunhofer Institut, Elektrolux, LG und andere Unternehmen und Institutionen an Maschinen, die ganz ohne Wasser und Tenside auskommen. Keramikperlen sind vielversprechend. Biotenside gibt es bereits, die können in jeder normalen Waschmaschine heute schon verwendet werden.

Trockeneis als Alternative zu Wasser?

Eine weitere Neuentwicklung, die aber noch lange nicht marktreif ist, ist eine Waschmaschine, die mit Trockeneis arbeitet. Statt Wasser und Waschmittel führt die Maschine selbst festes Kohlendioxid in die Trommel, die sich in einem frei schwebenden Ring befindet. Das Kohlendioxid soll in den gasförmigen Zustand überführt werden und aufgrund des dabei entstehenden Drucks in der Trommel den Schmutz aus der Wäsche entfernen. Das Projekt ist auf Ergebnisse im Jahr 2050 angelegt.

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